Feb 25 2009

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Jan 18 2009

Blink

Nachdem ich erst kürzlich The Tipping Point von Malcolm Gladwell gelesen habe, habe ich jetzt das nächste Buch des gleichen Autors fertig gelesen: Blink - The Power of Thinking without Thinking.

Ebenso wie The Tipping Point handelt es sich dabei um ein pseudowissenschaftliches Buch, das ebenfalls knapp über 250 Seiten Inhalt hat, und somit ideale U-Bahn-Lektüre darstellt.

Eine recht treffende Kurzbeschreibung des Buches ist auf dem Cover aufgeführt:

This book is all about those moments when we “know” something without knowing why.

Am Anfang behandelt das Buch die Einschätzung einer archäologischen Statue als Original oder Fälschung, wobei sich zeigt, dass die wissenschaftlichen Methoden die Statue als Original identifizieren, jedoch zahlreichen Experten beim ersten Blick irgendetwas ins Auge sticht und diese es daher als Fälschung identifizieren (es war eine Fälschung). Gladwell will damit zeigen, dass der erste (unterbewusste) Eindruck – innerhalb von Sekundenbruchteilen – oft (zumindest bei trainierten Experten) ein richtiges Ergebnis liefert.

Im nächsten Kapitel erzählt er von einem Wissenschaftler (John Gottman), der Videoaufzeichnungen von Ehepaaren macht, und nur aufgrund von kurzen Momentaufnahmen davon sagen kann, wie lang die Ehe halten wird – und das mit einer sehr hohen Trefferquote. Er bringt dann auch noch weitere ähnliche Beispiele.

Weiter zeigt er verschiedene Beispiele in der eine unterbewusste Einstellung verschiedene Auswirkungen zeigt, so dass zum Beispiel Personen die sich zuerst überlegen sollen, was es bedeuten würde, Professor zu sein beim Trivial Pursuit weitaus besser abschneiden als die Vergleichsgruppe.

Sehr interessante Tests zeigen das das Unterbewusstsein oft anderer Meinung ist als man selbst glaubt. Bei Project Implicit® gibt es einige dieser Tests zum Probieren. Ruhig einmal probieren!

Weiters erklärt Gladwell in dem Buch verschiedene Effekte von Consumer-Tests, wobei oft die Testergebnisse mit den wirklichen Resultaten nicht zusammenpassen. Er erklärt dies vor allem dadurch, dass zahlreiche (nebensächliche) Dinge derartige Testergebnisse verfälschen. So zeigt er am Beispiel von Vergleichstests zwischen Coca Cola und Pepsi, das den Testern zwar Pepsi besser schmeckt, allerdings nur wenn diese nur kleine Kostproben nehmen – das Resultat schaut genau gegenteilig aus, wenn die Tester über einen längeren Zeitraum mehrere Flaschen aufbrauchen müssen…

Weiter möchte ich jetzt nicht mehr ausführen, in jedem Fall ist das Buch eine durchaus kurzweilige Lektüre die ich weiterempfehlen kann.